Orchestervereinigung Dillingen, ein Verein aus der Tradition von Stadt und Landkreis

Es ist sicher kein Zufall, dass sich gerade in Dillingen seit nachgewiesenen 110 Jahren ein Musikverein etabliert hat, der aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken ist, war in der ehemaligen Universitätsstadt schon immer die Präsenz von geistig/kulturellem Interesse zu vorhanden. Nach dem unvermeidlichen Auf und Ab und den Pausen während der beiden Kriege hat sich das Orchester in den letzten 25 Jahren, seit es wieder einen eingetragenen Verein gibt mit den Dirigenten Margarethe Müller, Georg Halbig und Andreas Krug, allesamt bekannte und geschätze Musiker aus der Musikszene Schwabens und drüber hinaus wieder zu einer Hochphase aufgeschwungen, die sich nicht nur dadurch ausdrückt, dass mehr als ein Drittel der Mitspieler unter 30 Jahren ist, dass sich neben der traditionellen Berufsgruppe der Lehrer, aus der erfahrungsgemäß die meisten Laienmusiker entspringen z.B. auch Studenten, ehemalige Berufsmusiker, IT-ler und Personen aus dem Gesundheitsbereich und Marketing befinden, sondern dass gerade mit dem letzten Herbstkonzert 2004 mit der Aufführung von Dvoraks „Aus der neuen Welt“ ein schwer zu übertreffendes musikalisches Highlight gesetzt wurde.
Dabei ist aber das eigentliche Ziel des Vereins nicht zu vergessen und das lautet satzungsgemäß „Ausübung und Pflege der Orchester- und Kammermusik“, was nicht bedeutet, dass das Konzert an sich im Vordergrund steht, sondern eben die Erarbeitung der Werke, die Beschäftigung mit Musik als Teil der Freizeit. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen!
So erfreulich der Zulauf an Steichern ist so bedauerlich ist leider der akute Bläsermangel, wohl bedingt dadurch, dass es im Landkreis noch wenig Möglichkeiten für junge Bläser gibt, sich für die Mitwirkung in Sinfonie-Orchestern auszubilden. Um dem entgegen zu wirken befasst sich die Orchestervereinigung gerade unter der Federführung von Andreas Krug damit ein Konzept zu erarbeiten, wie die jungen Bläser im Landkreis an die sinfonische Musik herangeführt werden könnten.
Im Moment ist das Orchester gezwungen, sich einen Großteil der Bläsermannschaft „einzukaufen“, was dazu führt, dass die Konzerteinnahmen bei weitem nicht ausreichen die Konzerte zu finanzieren, was wiederum eine aufwändige Sponsorensuche erforderlich macht.



Foto zum 100jährigen Jubiläum 1995



links hinten: Gast, Dr. Helmut Franck, Dr. Ernst Freundlinger, Astrid Bayer, Hubert Bayer,Klaus Nagel, Stefan Gsell, Friedrich Maier (Vorstand), Paul Weishaupt, Wolfgang Düthorn, Karin Reuter, Stephan Specht
links vorne: Georg Halbig (Dirigent), Dagmar Lippert, Ellen Christa, Dr. Uta Kastner, Ilse Brenner, Sybille Stark, Angela Richter, Margarethe Müller (ehemalige langjährige Dirigentin), Heinke Maier

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